Da passiert grad was!

P1050298Es ist nicht lange her, da schrieb ich über eine Bewegung in Deutschland, die tiefe Sorgenfalten auf meiner Stirn verursachte, mich traurig und wütend machte. Doch von Pegida und Konsorten ist heute (knapp 9 Monate später) kaum noch etwas übrig. Yippieh! Und die selbst ernannten „Asylkritiker“ scheinen merklich in der Unterzahl zu sein. Denn offenbar ist ein Großteil der deutschen Gesellschaft ziemlich korrekt unterwegs. Dafür gleich noch ein Yippieh!

Ja, hier tut sich grad wirklich was. Das Medien beherrschende Topthema ist aktuell die  Flüchtlingspolitik. Oder viel mehr, das was die Bevölkerung unternimmt, denn eine bundesweite von Politikern geregelte Aufnahme, Verteilung und Versorgung gibt es defacto noch nicht. Unsere Regierung ist sich uneinig.

Die Bürger – zumindest sehr, sehr, sehr viele zwischen München und Hamburg sind es sich schon: Den Flüchtlingen muss geholfen werden – und zwar jetzt. Sie brauchen das Gefühl, dass sie hier in Deutschland nicht nur erstmal angekommen sondern auch sicher sind. Auch mir dreht sich jedes Mal der Magen um, wenn ich von einem neuen brennenden Flüchtlingsheim lese oder höre. Ich versteh einfach nicht, wieso jemand das tun kann.

Dann höre ich Geschichten, die von Leuten erzählen, die einfach mal so einen Strandausflug für Flüchtlinge organisieren, um sie aus den tristen Notunterkünften – zumindest für ein paar Stunden – rauszuholen.  Oder Geschichten von Leuten, die spontan ein nachbarschaftliches Straßenfest mit den Flüchtlingen feiern, das immer größer und größer wird und zum Stadtteilfest ausartet. Und das sind nur 2 von zich Geschichten und Begegnungen zwischen locals und Flüchtlingen. Ausarten ist in diesem Fall mehr als positiv gemeint.

Ausartende Hilfsbereitschaft made in Germany – das finde ich irgendwie gut. Ob sie nun made by Germans oder made by people who live in Germany ist, ist dabei völlig wurscht. Mir geht’s gar nicht um Patritiotismus oder ums „schaut her liebe anderen EU-Länder, wie bei uns Flüchtlinge aufgenommen werden“. Es geht um ein kollektives Gefühl, das keine Sprache, keinen Pass, keine Nationalität braucht. Schade, dass das offenbar so schwer in die Politik übersetzt werden kann.

„Welcome to Germany“ mag früher Ironie gewesen sein, heute ist es eine starke Geste. Ich hoffe, dass wir (hier in Deutschland, ganz Europa – ja weltweit) es schaffen aus dem Zeitgeist des Helfens und gegenseitigen Willkommenheißens im Jahr 2015 eine Zukunft mit Sicherheit und Frieden (das klingt jetzt sehr pathetisch, sorry) bauen können.

Ich bin gerne Teil dieser Bewegung!

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