Kreativkrise

Man sieht sie den Kreativen und denen, die es gerne wären nicht an.
Diejenigen, die ständig neue Ideen haben und etwas schaffen wollen – eine Geschichte, ein Bild, ein kulinarisches Werk, ein Kleid, ein Lied…
doch wenn plötzlich nichts mehr geschieht,
kein Wort mehr zum Ton findet, kein Faden zum Stoff,
keine Zutat in den Topf, keine Farbe auf die Leinwand
kein Buchstabe mehr aufs Papier…

…dann stehen sie plötzlich: Die Kreativen.

Ihr Werkzeug taumelt und ruht. Sie fremdeln.

Plötzlich merken sie, dass das Plötzlich auch nicht plötzlich da war. Es hatte sich langsam angeschlichen.
Erst war es nur ein Nachdenken. Ein Grübeln. Ein Stirnrunzeln. Und irgendwann fühlte es sich wie ein plötzliches aus dem Nichts dahin gestelltes, unumwindbares Stopp-Schild an. Eine Kreuzung. Eine Ampel mit ewigem Rotlicht. Eine Bahnschranke, die sich einfach nicht mehr bewegt.
Vor einem rauscht nur noch alles dahin.
Farben rauschen. Laute rauschen.
Die Welt rauscht.

Sie wollen mitrauschen. Sie können nicht. Sie wissen nicht mehr wie.
Sie fragen sich, warum sie es nicht mehr wissen. Sie hadern mit sich. Sie wollen es doch so sehr.

Sollen sie zurück oder doch nach vorn? Einen Schritt zur Seite?
Einfach alles einmal auf den Kopf stellen?
Oder einfach stehen bleiben?

Oder ist das Innehalten einTeil des Schaffensprozesses, den man nur im Jetzt nicht als solchen erkennt?

 

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