Flip Flop, der

Bei einem Flip Flop handelt es sich um eine Zehensandale, deren Namensgebung auf das klatschende Geräusch zurück zu führen ist, das beim Gehen entsteht. Sobald das Thermometer diesseits der Elbe 20°C und mehr anzeigt, (=der hanseatische Sommer) nimmt die Freiluftmode an den Füßen radikal zu. Für den Träger ein lang ersehnter Moment – endlich wieder sockenfrei, endlich wieder Luft an die Füße.

Für Flip Flop-Gegner – solche Personen, die ganzjährig auf geschlossenes Schuhwerk setzen und offenbar auch auf Tennissocken so lang bis zum Stock im Arsch – ein optischer Graus.

Seit dieser Woche beginnt nun in allen Bundesländern beginnt wieder der Streit zwischen Flip Flop Freunden und Flip Flop Feinden. Die Temperaturen waren durchweg sommerlich: Sommerschweiß lief landesweit aus allen Poren. Und nun heißt es wieder: Was schickt sich in der Öffentlichkeit, was nicht?

Jedes Jahr werden aufs Neue die alten modische Ratgeber zur perfekten Sommermode im Beruf recycelt – jedes Jahr aufs Neue werden wohl auch mahnende Worte von der Geschäftsführung an das fleißige Arbeitervolk gerichtet. Es ist ein garantierter Schmunzelmoment für mich, wenn wieder alle diskutieren über Fuß-Ästhetik, Hygiene und Kompetenz-Wirkung. Und im Kontext der geeigneten Büro-Sommermode wird immer öfter auch für Gleichberechtigung plädiert. Denn, wenn Männer nicht in Shorts erscheinen  dürfen, dann sollen Frauen gefälligst auch nicht Beinfreiheit bis zum Hallelujah zelebrieren. „Minirock ist kein Grundrecht, sondern ein Privileg“, wird jeden Sommer getuschelt.

Doch bei Flip Flops ist man sich in der Regel einig – weder Mann, noch Frau soll es gestattet sein, im beliebten Freizeit-Schuhwerk zur Arbeit zu erscheinen. Natürlich ist jede Branche und jedes Arbeitsumfeld anders und natürlich wird viel auf common sense gesetzt – schließlich wirkt es nur all zu diktatorisch, wenn von Verboten die Rede ist. „Flip Flops müssen leider draußen bleiben“ ist da wohl die strengste Ansage – denn wahrscheinlich bedauert es die Geschäftsführung selbst, dass die Zehensandale bis zur Bürotür kommt, aber dahinter nichts verloren hat.

Und mal ein bissl common sense angewendet, sieht mein Freizeit-Ich ein: Meine Schnürschuhe und Pumps würde ich am Strand auch nicht tragen!

Kleiner Tipp für alle, die sich während der Geschäftszeiten nur schwer von ihren geliebten Flip Flops trennen können: Immer ein Paar dabei haben und in der Mittagspause hineinschlüpfen – zum Glück sind die Dinger so handlich, dass sie garantiert in jede Tasche passen (Tasche, nicht Clutch)!

 

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s