WiFi? -Si claro! Warme Dusche? -A veces…

Hatte ich nicht groß getönt, offline zu gehen, mich nicht zu melden und einfach mal meine Online-Klappe zu halten? Endlich offline zu sein, schien mir eine tolle Vorstellung, wo ich doch zuvor fast nonstop in diesem Internet wuselte, täglich E-Mails schrieb und sozial medial irgendwie mitmischte. Und nun…drei Wochen bin ich schon in Kolumbien und habe – zwar nicht jeden Tag, aber doch sehr viel häufiger als geplant, dieses Internet genutzt und aufgesucht! Over’n out? Pf…von wegen…Fail! Major fail!!! Klare Sache.

Aber…ohne mich jetzt hier irgendwie erklären zu wollen – nur weil man’s kann, muss man es ja nicht nutzen, das ist mir durchaus klar. Aber, meine Güte, dass die hier alle überall WiFi haben, selbst in den miesesten Hostels oder abgeschottesten Haciendas, auch in einigen Reisebussen der großen Anbieter und sowieso in den meisten Cafés – das hatte ich nicht erwartet. Gehört sozusagen zur Grundaustattung. Und Kommunikation spielt in Kolumbien sowieso eine große Rolle – man plaudert immer, man telefoniert immer, man simst immer. Zeitgleich laufen TV und Radio und itunes – natürlich muss dann auch online kommuniziert werden können.

Vielleicht hat den Hostel-/Hotel-Betreibern auch mal jemand gesagt, dass diese Backpacker das ganz toll finden und überhaupt, dass diese Backpacker immer öfter von unterwegs ihre Bilder laden, ihren Facebook-Status aktualisieren und natürlich ihre weitere Reise plane. Genau deshalb wäre so ein gut funktionierendes WiFi auf dem gesamten Gelände (sogar neben dem Pool!!!) echt super. So spontan und einfach mal gucken, was dieses Internet ausspuckt, wenn man da was reintippt. Auch ich finde es natürlich ungemein praktisch: online Flüge buchen oder Anfragen an Hostels mailen zu können, oder eine Route zu recherchieren oder Bewertungen auf AirBnB, hostelbookers und wie sie alle heißen zu lesen, als immer nur in der vermeintlichen Reisebibel zu schmökern. Die aktuellen Hardfact (Verfügbarkeit, Preis, Lage, Ausstattung, etc.) liefert eben (nur)…dieses Internet (oder nicht?). Und macht das Reisen dabei sehr viel…einfacher.

Noch so ein Eingeständnis: „einfacher reisen“. Klingt so bequem.

Gut also, dass ich meine Online-Zeit wenigstens reduziere und dieses Internet nie dabei habe, eben „nur“ in den Unterkünften einschalte. Denn, wie könnte ich mir sonst den Hals vor lauter Staunerei in diesem tollen Land verrenken? Wie würde ich sonst mutig irgendwelche Lebensmittel im Supermarkt kaufen, die ich noch nie gesehen habe und nun einfach mal probieren möchte (dazu gibt’s auf jeden Fall ne Feldstudie)? Und wie würde ich sonst holprige Spenglish-(Spanisch+Englisch) bzw. Allemagnol-(Deutsch+Spanisch)Konversationen führen oder meine auf Spanisch auswendig gelernten Sätze am Ticketschalter an den ganzen Busterminals vortragen, um dann die Antwort der Ticketverkäufer nur erraten zu können? Nein, diese Abenteuer kann mir das Internet nicht nehmen.

Das mit den warmen Duschen ist natürlich auch so ein Luxus, an den man sich schnell gewönt. Da ich aber eh bald Richtung Hitze reise, soll mir das nicht so wichtig sein. Habe dafür gelesen, dass Klimaanlagen gerade an der Karibikküste zur Grundausstattung – selbst in den miesesten Hostels – gehören.

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