Eis Eis Baby

Es ist Eiscreme-Hochsaison.
Wer nach „Eisdiele Hamburg“ auf Google sucht, der erhält ungefähr 458.000 Ergebnisse binnen 0,24 Sekunden (das heißt natürlich nicht, dass es 458.000 Eisdielen in dieser ca, 1,7 Millionen Einwohner-Stadt gibt). Wer sich – einfach mal so ins Blaue gedacht – in diesen Tagen werktags gegen 13:30 Uhr ein Eis bei Eis Schmidt in der Schanze holen will, braucht länger. Sicher bis zu 10 Minuten. Und das nur werktags und zwar nicht, weil er oder sie sich nicht zwischen all den Sorten und anderen Angeboten von Smoothie, Eiskaffee oder Kuchen entscheiden kann. Sondern einfach, weil vor ihr oder ihm bereits eine eishungrige Meute wartet. In Berlin soll es sogar Eisdielen geben, an denen Menschen bis zu einer ganzen Stunde anstehen – nur für eine süßkühlcremige Nascherei ab 50 cent.

Noch interessanter, als die Verwunderung über Warteschlangen und heutiger Eispreise, ist das Beobachten der Eis-Verspeisung. Es gibt Beißer, Löffler, Züngler, Schlabberer, Fütterer…

Eis-Typen gibt es sooooo viele:

Diejenigen, die jeden Tag Eis essen könnten. Diejenigen, die nur Vanilleeis essen. Diejenigen, die Tintenfisch-, Lakritz-, Kimchi- und was weis ich für Eissorten probieren würden. Diejenigen, die Eis im Becher löffeln. Diejnigen, die ihr Eis beißen (jahaaa – Eisbeißer), diejenigen, die es mit der Zunge liebkosen. Diejenigen, die ihre Lippen gefräßig über die Eiskugel stülpen. Diejenigen, die die Spitze des Hörnchens abknabbern und das Eis von unten durchsaugen. Diejenigen, denen das Eis viel zu schnell wegschmilzt und mehr Eis auf der Hand haben, als im Mund. Diejenigen, die aus Frust halbe Liter abends vor dem Fernseher schaufeln und ihren ganz persönlichen Bridget Jones Moment erleben. Diejenigen, die es nur mit Sahne wollen. Diejenigen, die nur mal ein kleines Löffelchen vom Schatzilein probieren wollen. Diejenigen, die sich gegenseitig füttern. Diejenigen, die die angesabberten Eisreste ihrer Kinder vertilgen. Diejenigen, die jedes Topping nehmen und vergessen, welche Sorte sie hatten. Diejenigen, die ein Vermögen ausgeben für gut vermarktete Eiscremezelebrationen. Diejenigen, die nur laktosefrei nehmen. Diejenigen, die weite Wege fahren, um die noch seltenen veganen Sorten zu finden. Diejenigen, die Kosten und Nerven sparend ihr Eis zu Hause zubereiten. Diejenigen, die kalorienbewusst nur Sorbets und auch nur ausnahmsweise naschen. Diejenigen, die kein Verständnis für solch süßkühlcremige Naschereien haben und lieber einen schwarzen, zuckerfreien Filterkaffee, extra heiß, trinken.

Die Eiscreme-Hochsaison ist schon etwas ganz besonderes.
Und jetzt singen wir alle: „Sooooooo schmeckt der Sommmmmmmer“!

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