S P O R T in the City

Man könnte meinen Hamburg sei eine eeecht sportliche Stadt. Ständig findet hier irgendein Sportevent statt: Haspa Marathon, Hella Halbmarathon, German Open, Dextro Energy Triathlon, Vattenfall Cyclassics, Men’s Health Urbanathlon, Köhlbrandbrückenlauf…und dazu noch Prestige-Fussball mit den Vereinen Sankt Pauli und dem HSV.

Just to mention a few.

Als „running enthusiast“ habe ich auch schon selbst einiges an Sportbegeisterung hier erlebt. Ich laufe gern an der Alster, manchmal bis zu zwei Runden. Danach wirds langweilig und ich laufe wieder nach Hause. Das sind dann schon mal knapp 19km…aber meistens findet man mich in Planten und Bloomen. In letzter Zeit vor allem mit den Kollegen von onlysports. Egal wo ich laufe und wie lange und zu welcher Uhrzeit – man ist nie allein. NIE. Hamburg hat viele Hobbyläufer. Manche mit einem gruseligen x-beinigen und offensichtlich für die Gelenke ungesunden Laufstil, manche mit einem lockeren Kenianer-esquen Schritt, dass vor Neid jegliche Gesichtsröte verblasst.

ABER es gibt eine Menge Menschen in Hamburg – und damit sind nicht nur die abertausend Touristen gemeint, die jedes Wochenende ein uns ausfahren – die sich NULL für Sport begeistern. Nicht alle Hamburger (nicht alle Menschen) können etwas mit diesem schweißtreibenden, leistungsmessenden Bewegungsdrang anfangen. Die Beweggründe sind da sicher genauso vielseitig wie die, Sport zu einer Selbstverständlichkeit zu machen. Und dann auch noch in der Öffentlichkeit. Entblößt, mit roten Köpfen, tropfenden Achseln und geflexten Muskeln.

Wie zum Beispiel beim Triathlon.

Der Triathlon in Hamburg prägt ein ganzes Wochenende das Stadtbild. Und vor allem die Innenstadt. Die Innnenstadt in der vor allem geshoppt, wo konsumiert wird. Da trotten die shoppenden Konsumenten/konsumierendenn Shopper häufig durch die abgesperrte Laufstrecke auf dem Weg zu den Schischi-Boutiquen und wundern sich, wenn da einer angerannt kommt. Hier mischt sich die StVO nicht ein. Hier gelten andere Regeln. Hier sind dann auch die Helfer überfordert und unterbrechen die Straßenüberquerung viel zu spät. Obwohl ich gestern nur als Zuschauer das Geschehen verfolgte, regte mich diese Ignoranz ungemein auf. Nichts gegen ältere Menschen. Sie sind meistens eigentlich ganz niedlich, halt etwas langsam. Das passiert…ist ein ganz natürlicher Prozess. Steht mir auch noch bevor. NUR – dann schickt doch bitte diese alten Leute nicht mal ganz schnell schnell über die Straße, wenn sich ein Pulk Läufer mit flottem Schritt nähert. Noch mal zusammen gefasst: Schnelle Läufer vs. alte Leute…who wins? Eben – keiner! Everyone loses. Jeder ist sauer. DESWEGEN liebe Nicht-Sportler: Gebt acht. Nehmt Rücksicht. Lebt länger, shoppt fröhlicher und probiert es ruhig mal mit ein paar Leibesübungen. Schadet nicht.

Man könnte das ganze natürlich auch Pro Nicht-Sportler auslegen. Braucht eine Stadt wie Hamburg dieses Tammtamm mit Hüttengaudi-Musik aus überlauten Lautsprechern am Alsterpavillon, einem City-Café zum sehen und gesehen werden. Stört die Sportlerlogistik mit Wechselzonen, Hersteller-Zelten und abgesperrten Streckenposten nicht das Shoppingvergnügen, was man ja ach so intensiv in Hamburg auskotzen auskosten kann? Könnte man. Aber da ich ich Pro Sport bin, plädiere ich für mehr Toleranz während Sportevents. Ob beim Laufen, Triathlon oder Fussball.

Just saying.

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