Zeit, Zeit…wo bist du nur geblieben?

…schon viel zu lang hab ich nichts mehr geschrieben.
Im Kopf kreisen ständig die Gedanken, neu wie alt
Ich schreib sie auf, denk ich, ganz bald:
Geschichten über ein Fernseher loses Leben,
Sportlichkeit und erwachsenes Bestreben,
gutes Essen und gute Menschen – Gutes eben.
Oder übers Aufregen,
…wenn auf Hamburgs Radwegen mal wieder nur flaniert und geschlendert, nicht aber geradelt wird.
Ich möchte dann immer gleich rufen, wie sehr mich das stört.
Lange Briefe an die Stadt schreiben, sie bitten, nein auffordern, auch etwas gegen Glasscherben auf dem roten Pfad zu tun,
dauerhaft natürlich, nachhaltig sowieso – dann wären die Wege für immer Dreck-Schmutz-Schmodder-immun.

Aber, die Zeit, die Zeit…wo ist sie nur geblieben?
Was habe ich in all den letzten Wochen nur getrieben?
Und nichts geschrieben?

Immer wieder hab ich daran gedacht, ich könnt und sollt und ach ich müsst doch mal wieder bloggen.
Stattdessen joggen (nein, eigentlich laufen, aber das reimt sich grad nicht…)
ich trainierte – endlich wieder disziplinierter.
Und kochte: ich probierte Rezepte aus, studierte Zutatenlisten, aß und kochte mich durch digitale, analoge, vegane Food-Ideen.
Und Urlaub: denn ich will ja die ganze Welt sehen.

Aber auch meine Welt hier vor der Tür,
nix wie raus denk ich und und spazier
durch meine Nachbarschaft, runter zu Elbe,
lausche den Schiffshupen und schwelge
im Tagtraum, im Genuss, im Moment.

Und die Zeit, die Zeit…sie läuft immer weiter. Ja, auch sie rennt.
Manchmal, fühlt es sich so an und ich denk “ach man”.
Vielleicht kommt es ja wieder, das Gefühl: was Wichtigeres als Schreiben gibt es nicht.
Bis dahin widme ich mich
den anderen vielen schönen Dingen und Menschen…

…und
hetz mich einfach nicht!

Say my name, say my name…

Eigentlich ist Catie oder besser gesagt Catherine kein allzu ungewöhnlicher Name. Es handelt sich hierbei lediglich um die englische Form der Kati/Katharina, die in Deutschland durchaus geläufig ist. Wenn man Statistiken glauben darf, dann gehört Katharina zu den beliebtesten weiblichen Vornamen seit über 30 Jahren. Aber mit der Vielseitigkeit der Schreibweisen und Aussprachen birgt diese Namensabwandlung einige Tücken. Seitdem ich denken kann – und das sind immer schon einige Jahrzehnte – wurde bereits während meiner Zeit im Kindergarten (Ender der 80er), spätestens in der Grundschule (Anfang der 90er) alles aus meinem Namen gemacht, weil das englische “th” eher schwer von der Zunge ging und überhaupt damals ein englischer Vorname mehr als kurios war. Das war nämlich noch bevor die ganzen Kevin-Chantals Einzug in Deutschlands DVD-Läden erhielten.

Es war ein ständiger Kampf, Lehrern und Mitschülern zu sagen, wie mein Name wirklich geschrieben und ausgesprochen wurde. Catherine genannt zu werden fand ich damals schon doof – aber genau so uncool war alles von Kässrin über Käthrin oder Ka-te-ri-ne. Selbstverständlich alles deutsch ausgesprochen. Was sich meine Eltern nur bei diesem Namen gedacht haben?! Aber wer weiß was dieses konstante Zetern um Anerkennung der eigenen Identität – und die fängt nun mal beim Namen an – gebracht hat oder bringt? Irgendwann checkt ja das heranwachsende Hirn, dass man ja selbst gemeint ist, wenn um einen herum alle einen bestimmten Namen immer und immer wieder sagen.

Auch heute noch lege ich Wert darauf, dass ich anständig mit meinem Namen angesprochen oder angeschrieben werde. Und ich kenne so viele Leute mit noch viel ungewöhnlicheren, ach was sage ich da, mit tatsächlich ungewöhnlichen, exotischeren Namen und Schreibweisen…wie muss es ihnen nur gehen? Wir minglen – die Welt ist in Bewegung. Das ist toll. Es gibt dann nicht nur Utes und Uwes in einem Dorf. Manchmal versuche ich dann zu erraten, welche Wurzeln wohl jemand hat oder in einem Gespräch die Geschichte hinter dem Namen herauszufinden. Manchmal haben sich Eltern ja wirklich etwas bei der Namenswahl gedacht.

Natürlich ist es tricky, wenn in meinem Kosenamen plötzlich kein “h” mehr vorkommt – aber steter Tropfen höhlt den Stein. Und natürlich gibt es Situationen, in denen selbst ich Käthe zu mir sage oder die Umstände erschwert sind und so mein Name nicht mal annähernd meinem ähnelt (denke ich zumindest). So wurde ich beispielsweise einmal am Telefon nicht “Catherine” sondern “Kerstin” genannt. Natürlich dachte, dass man mich verwechselt haben muss und wollte schon auflegen. Es stellte sich dann aber heraus, dass wohl doch ich gemeint war und mit Hilfe des Buchstabier-Alphabets konnte dann auch schnell der eigentliche Name geklärt werden. Ist natürlich nicht ganz umständlich, wenn man sich von  “Cäsar –  Anton – Theodor” bis zum letzten “Emil” durcharbeiten muss – in Summe 9 Buchstaben. Ein langer Atem, viel Geduld und eine d-e-u-t-l-i-c-h-e A-u-s-s-p-r-a-c-h-e sind von Vorteil. Wenn dann auch noch mein Mittelname mit immerhin 7 Buchstaben und mein Nachname mit 8 Buchstaben dazu kommen, geht schon mal ein bisschen Zeit drauf. Da wünsch ich mir manchmal einen so schönen und einfachen Namen wie Anna. Aber dann denk ich mir: Witziges Spiel dieses Namen-Buchstabieren mit Buchstabier-ABC.

Ein anderes auch sehr schönes Spiel, was nur der gewinnen kann, der gerne auch mal über sich selbst lacht, heißt: Gehe zu Starbucks und bestelle dir ein Getränk zum mitnehmen. Die Getränkemischung und -größe ist dabei wirklich egal, auch dein finanzieller Einsatz spielt keine Rolle. Du kannst also 100% Lachspaß haben, wenn du einfach das günstigste Getränk nimmst. Wichtig ist, dass du nach deinem Namen gefragt wirst und du am Ende, bei der Getränke-Übergabe errätst, dass die seltsam mit schwarzem Edding auf den Pappbecher gekritzelten Linien wohl dich meinen. Manchmal geben sich die Starbucks-Angestellten keine Blöße und machen aus einem “Thomas” einen “Thomas”, aus einer “Anna” eine “Anna”. Aber neulich…ich sagte eindeutig “Catie” und erwartete etwas mit “K”…bekam ich:

Gretel.

Und ja, ich war wirklich gemeint…denn das Getränk war eindeutig meine Bestellung.

Gretel: abgewandelt von Margarete, eher altmodisch und doch, in dieser Form irgendwie gut. Für meinen Geschmack auch viel cooler als Gustav!

The Open 15.5: and then they were done…

Bit by bit did I do the opens over the past few weeks. It’s been a cool and energizing, inspiring as well as a reality-check time. Today is Good Friday, the sun is shining on my living room hammock and on my face. The 2015 CrossFit Open are officially over since Monday. There hasn’t been a new workout announcement today, no live show with top athletes and evil smirking Dave Castro, no new strategizing how to attack a workout, an unknown movement, a new PR, a least favorite CrossFit element.

To be honest, I am not sad at all the opens are over, actually I am kind of glad that I get to sleep in on Saturdays and also don’t need to worry about maybe not so great performances. I know, I know I’m doing all this for fun and I’m not in a competition. But as a full-time thinker my mind is constantly weighing the ifs and buts and maybes, racing from past to present to the future, orbiting the possibilities of my time spent with sports and on earth.

The last five weeks were a really cool learning time for me. Did I bit of more than I could chew? Nope – I think I did perfectly fine for my experience and took notes what I need to work on – if I want to improve. And yes, I want to. And I know I can. I’m fitter now than I was ten years ago and I just hope that I can become an active old granny if I continue being active (see…that’s what I mean about thinking ^-^).

I learned a bunch about myself and my CrossFit me, I also learned a bunch more about my fellow box members. Simple things like their age and experience, but also techniques and pacing strategies. Oh and not to forget some killer recipes for killer soul food treats! Looking back though I must admit I didn’t eat as much banana bread as I originally expected. Not that it wasn’t good – believe me it was killer delicious – but I’m not a big sweet eater after a workout. Water comes first, second: rest and some stretching. Then usually something more hearty. But that’s a different story and might be told some other time.

So, what was 15,5.?
It was a WOD for time and included one of my least favorite but also one of  my favorite elements of CrossFit: rowing (booo) and thrusters (yayyyy).

27-21-15-9 calory row/thrusters of 20kg (scaled)

I finished it in an okay time of 11 minutes and 51 seconds and might try the RX version sometime soon, meaning 30kg thrusters. For fun of course.

But for now, the 2015 CrossFit Games Open are in the books. They are over, finito, zu Ende! Thanks to everyone who came to support! Thanks to all judges and coaches, photographers, dogs, bakers, friends, and the big big global CrossFit community! Keep up the great spirit!

 

 

The Open: 15.4 and the power of pacing

20150326_204304The 2015 CrossFit Open are nearly at an end. In only a few hours we’ll find out about the last open WOD, perform it, maybe even twice or more, and then see who goes to Regionals and eventually the Games. For me though the opens will be over after 15.5 – and I’ll go back to “normal” training routine. To be honest, I’m kind of looking forward to that for I miss sleeping in on Saturdays and doing non Open trainings/WODs only once a week.

Looking back at 15.1 to 15.4 it looks like I did well in 15.2 and 15.4, and not so well in the odd WODs. This would mean I should prepare myself mentally more for the finale, calm myself and not expect too much.

15.4 has taught me to stay calm from the beginning – take smaller steps – and boy did I surprise myself. I wasn’t expecting more then 60 reps and in the end finished with 81. Where did all these super powers come from? I’ve known this feeling from a few runs – it’s weird that towards the end of a race – yes even a marathon – once you sense the finish line – your inner super hero comes out – when running it’s my inner Usain Bolt – when CrossFitting it’s my inner beast mode. I don’t care if I don’t look pretty push pressing the 30kg bar or cleaning the 35kg bar and bruising my shins. Sweat? Yes, I sweat a lot – it’s pouring down my face. Not pretty. Pain? Yes, my hands are in pain from holding the bar. Pulse? Yep – it’s beating hard and let’s me know how much harder I can go. But it’s CrossFit not a beauty pageant – I can go pretty hard it seems.

15.4 was for the scaled division:

Complete as many rounds and reps as possible in 8 minutes of:
10 push presses
10 cleans

Men push press 95 lb. and clean 115 lb.
Women push press 65 lb (about 30kg) and clean 75 lb (about 35kg)

And I wonder if I’ll ever be able to do RX, check it out on games.crossfit.com

30kg and 35kg respectively for both movements are relatively heavy weights for me. My secret to a more than satisfying result was: I did exactly what professionals preach: pacing! Take smaller steps – don’t go unbroken – don’t go all out in the first rounds. Stay focussed. My coach also said: depending on how comfortable you feel with the weights – I felt very uncomfortable and actually scared – go with a maximum of 5 reps. I actually did the cleans in singles and now I know how efficient this can be!

Thanks to my judge Svenja for counting and believing…
…and the he hearty scorecard!

The Open: 15.3 – who’s got balls?!

When 15.3 was announced it instantly became the workout that made the 2015 Opens real. Why? Because it included muscle-ups, one of the hardest movements in CrossFit (to my understanding). They are not impossible and you don’t have to be a gymnast to do them. It only takes a lot of training and commitment, sometimes even luck and talent may be helpful as well to eventually figure them out.

Whatever type of athlete you are and in whatever division you’re doing this years opens not only mental balls were a part of 15.3: actual balls were, too. Because wall ball shots defined the second movement of the workout – for the RX as well as the scaled division. And they crushed me.

Here’s what 15.3 was:
Complete as many rounds and reps as possible in 14 minutes of:

  • 7 muscle-ups (only Rx – scaled didn’t have them)
  • 50 wall-ball shots
  • 100 double-unders (for scaled: 200 single-unders)

Men use 20-lb. ball to 10 feet (for scaled: 9feet) // Women use 14-lb (for scaled: 10-lb) ball to 9 feet

It has taken me months to do WBS with 6 kg (about 13 lb) properly and even though the announced scaled WOD suggested 10 lb (4.5 kg) we had to do them with 6 kg for the lighter balls in our box were too light (3 kg). I had a strategy and wanted to complete 2 rounds. I also hoped to at least start round 3 by breaking the WBS down to sets of 5 and also breaking the 200 single unders into sets of 50 to control my pulse and stay focussed. The single-unders were the least challenging – the WBS took forever and I ended up in a frustrating no-rep parade.

The good thing about doing the WOD on Saturday is that you can repeat it in the hopes of finishing with a better score that you can enter online. And I’ve been contemplating about doing that, which also would have meant that I had to squeeze in another training session somewhere and not get as much rest as I feel I should allow myself right now. I’ve also been contemplating about blaming my not so yay date I went on the night before doing the open (for the record the lack of sleep didn’t come from a night in company – btw a solo night like any other – but simply too much contemplating about the many “whys” and “what ifs”…).

But no, it’s not right to blame someone else for failing with my own strategy. I can’t even blame David Castro for programming 15.3 or the judge who counted my reps. Instead I should take the advice I gave others who were afraid of failing with muscle-ups and hold my head up high:

Remind yourself for how long you’ve been doing CrossFit (or any other sport). Remind yourself what CrossFit (and as a matter of fact ANY sport) is all about, that it never gets boring and lets us learn new things over and over (movements as well as so much about ourselves).

While I have nothing but respect for anyone who will try and has tried a totally new and at first scary movement like muscle-ups, and while I can totally see why anyone would try over to improve their score, I’ve come to a conlusion – which on a Sunday afternoon could also be understood as: “Ya right, all she wants to do is rest in her hammock and not put on her beastmode – lazy!”

I also believe that it takes a lot of balls to simply accept your score – my score, learn from a failed strategy, work on my technique – do it better the next time, rest and move on to 15.4!